Es war der umtriebige FIFA-Boss Sepp Blatter, der einst verkündete, dass das Fußballspiel dem Menschen schon vor der Geburt in seinen Bann ziehe, da das ungeborene Leben ja durch allerlei Fußtritte im Mutterleib unmissverständlich klarmacht, welche Lieblingsbeschäftigung es nach seiner Geburt haben wird.
Nun, wir hoffen inständig, dass Martin Hess´ Mutter Anita keine allzu schwere Schwangerschaft hatte, denn das runde Leder zog ihren zweitgeborenen Sohn schon sehr früh in seinen Bann. In der Idylle von Biberach, einem Stadtteil der 120.000-Seelen-Stadt Heilbronn, konnte sich das junge Fußball-Talent in aller Ruhe entwickeln.

Freilich, beim dortigen Fußballverein, dem TSV Biberach, lernte Martin erst mal das, was alle Fußballspieler in der Frühzeit ihrer Entwicklung kennen lernen: Die Liebe zum Spiel. Noch wusste keiner, dass sich unter dem Jahrgang 1986/87 ein echter Rohdiamant befand. Wie auch? Dieser musste erst geschliffen werden.
Dies geschah dann bei der TG Heilbronn (heute TSG Heilbronn) und dem damaligen Jugendtrainer von Martin: Hanspeter Göggelmann. Im Alter von 13 Jahren wechselte Martin zu den "Turnern" und durchlief während seinen zwei Jahren dort eine sehr fruchtbare Zeit, die ihn schließlich bis zur Jugend-Nationalmannschaft führte.
Kein Wunder, dass schon bald die Großklubs anklopften, die ja ständig auf der Suche nach jungen Talenten sind. So war es für Martin der logische Schritt, im Jahr 2002 den Schritt nach Stuttgart, zum dortigen VfB zu wagen. Das dortige Jugendinternat bot dem Jung-Talent alles, was es für seine künftige Entwicklung braucht.

 
VfB-Jugendkoordinator Frieder Schrof war es dann zu verdanken, dass der Rohdiamant weiter geschliffen wurde. Alles in allem war auch diese Zeit sehr erfolgreich für Martin. So gelang ihm nicht nur der Gewinn der B-Jugendmeisterschaft - 2005 konnte im Finale gegen Energie Cottbus auch die deutsche A-Jugendmeisterschaft perfekt gemacht werden.
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